
Field trip to Wark dam, Luxembourg
Artikel
Herausforderungen und Chancen bei der Bewältigung von Hochwasserschäden
Der Wiederaufbau ist eine entscheidende Phase im Hochwasserrisikomanagement und neben der Risikominderung, der Vorsorge und den Einsatzmaßnahmen ein wesentlicher Bestandteil des Katastrophenrisikomanagementzyklus. Er wird in der EU-Hochwasserrichtlinie als einer der Schwerpunktbereiche für die kommenden Jahre anerkanntn, doch bisher gibt es nur begrenzte Erfahrunge in großem Maßstab. Darüber hinaus haben die jüngsten Beispiele der Überschwemmungen im Juli 2021 in Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden sowie die Überschwemmungen 2024 in Valencia gezeigt, dass ein wirksamer Wiederaufbau alles andere als einfach ist.
Der Wiederaufbau schlägt eine Brücke zwischen der Notfallhilfe und der langfristigen Entwicklung. In der Reaktionsphase liegt der Schwerpunkt auf der unmittelbaren Katastrophenhilfe: Reparatur beschädigter Gebäude, Wiederherstellung der Zugänglichkeit, Bereitstellung von Notunterkünften und Lebensmitteln sowie Durchführung dringender Reparaturen an wichtigen Versorgungsleitungen. Die längerfristige Wiederaufbauphase konzentriert sich auf den Wiederaufbau von Wohnhäusern, Unternehmen und kritischer Infrastruktur. Dazu gehören auch Studien zu widerstandsfähiger Neugestaltung, „Build Back Better“-Strategien (BBB), die Überprüfung von Baugenehmigungen in hochwassergefährdeten Gebieten und die Verbesserung von Hochwasserschutz- und Frühwarnsystemen. Beide Phasen erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Gemeinden, lokalen Behörden und nationalen Regierungen. In einigen Fällen hat sich auch die Unterstützung durch Nachbarländer als hilfreich erwiesen.

Katastrophenhilfe
In der akuten Einsatzphase steht die Deckung der Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung und Unterkunft an erster Stelle. In Wallonien wurden nach den Überschwemmungen von 2021 innerhalb von acht Monaten mehr als 1,4 Millionen Mahlzeiten an die Betroffenen verteilt.1 Rund 3.500 Menschen mussten umgesiedelt werden; einige kamen bei Familienangehörigen, Freunden oder Freiwilligen unter, während andere von den Behörden unterstützt wurden. In Rheinland-Pfalz lebten 13 % der befragten Flutopfer ein Jahr nach der Flut noch immer in Notunterkünften.2
Die Gesundheitsversorgung ist sowohl für die körperlichen als auch für die psychischen Bedürfnisse von entscheidender Bedeutung. In Wallonien wurde ein Team von Mitarbeitern mit psychosozialem Profil eingestellt, um die Betroffenen nach der Flut zu unterstützen. Zusätzlich kann die Funktionsfähigkeit der Gesundheitseinrichtungen selbst eine erhebliche Herausforderung darstellen: In Nordrhein-Westfalen waren rund 68 Krankenhäuser von den Überschwemmungen 2021 betroffen.3
Indem sie aus den Ereignissen der Vergangenheit lernen, können die Behörden die Vorsorge stärken, den Wiederaufbau beschleunigen und gewährleisten, dass der Wiederaufbau zu einer sichereren und widerstandsfähigeren Zukunft beiträgt.

Ferdinand Diermanse
Experte für Hochwasserrisiken, Deltares
Kritische Infrastruktur
Überschwemmungen führen häufig zu schweren Störungen der kritischen Infrastruktur. Trinkwassersysteme können durch Stromausfälle, Verunreinigungen oder beschädigte Leitungen ausfallen. Während der Überschwemmungen in Valencia 2024 wurde der Júcar-Turia-Kanal, eine wichtige Süßwasserquelle für die Stadt, an zwei Stellen zerstört. Um den Durchfluss schnell wiederherzustellen, wurde zunächst ein Siphonsystem errichtet, bevor später eine provisorische Rohrleitung installiert wurde. Die Stromversorgungssysteme, die auch für andere kritische Infrastrukturen unverzichtbar sind, wurden nach den Überschwemmungen von 2021 schwer beschädigt, konnten jedoch dank einer raschen Notfallmobilisierung innerhalb weniger Wochen weitgehend wiederhergestellt werden. Auch die Gasversorgungsnetze erlitten erhebliche Schäden: In Rheinland-Pfalz wurden 133km Erdgasleitungen und 8.500 Gaszähler zerstört4, während in Wallonien etwa 7.000 Gaszähler betroffen waren.1
Abwasser- und Kanalisationssysteme sind für die öffentliche Gesundheit von zentraler Bedeutung. Im Ahrtal floss aufgrund von ausgefallener Kläranlagen und Abwasserleitungen verunreinigte Abwässer in Bäche und Flüsse. Der Ausfall der Telekommunikationsinfrastruktur bei Hochwasserereignissen kann zu zusätzlichen Kettenreaktionen führen. Zerstörte Funkm im Ahrtal unterbrachen 2021 den digitalen Funkverkehr4, und in den Niederlanden verloren etwa 7.000 Haushalte ihre Versorgung.3
Die Verkehrsinfrastruktur ist besonders anfällig für Überschwemmungen, insbesondere Brücken, die sowohl wichtige als auch empfindliche Elemente sind. Werden Brücken zerstört, brechen Zufahrtswege weg, und Evakuierungs-, Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen werden behindert. Im Ahrtal wurden mehr als die Hälfte der 112 Brücken zerstört, 13 weitere schwer beschädigt und nur 35 waren einen Monat nach der Flut noch funktionsfähig.3 Selbst vier Jahre später dauern die Wiederaufbauarbeiten noch an.


Folgen der Überschwemmungen 2021 im Ahrtal, Deutschland

Folgen der Überschwemmungen 2021 in Belgien
Finanzierung
Eine schnelle und koordinierte finanzielle Unterstützung beim Wiederaufbau ist entscheidend, um langfristige Verzögerungen zu vermeiden. Die Finanzierung des Wiederaufbaus stützt sich dabei in der Regel auf eine Kobination aus Spenden, Versicherungsleistungen, Katastrophenfonds und öffentlichen Darlehen. In Wallonien hätten die Flutopfer zunächst nur etwa 20 % der erforderlichen Entschädigung von den Versicherern erhalten.5 Nach dem Eingreifen der Regierung erhöhten die Versicherer ihre Deckungsgrenzen nahezu um das Doppelte. Anschließend gewährte die nationale Regierung der Region Wallonien ein Darlehen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von zehn Jahren, um die verbleibende Finanzierungslücke zu schließen.
In Deutschland ist eine Hochwasserversicherung grundsätzlich optional, in Hochrisikogebieten jedoch ausgeschlossen.6 In den Niederlanden decken die meisten Versicherer seit 2018 Schäden durch Hochwasser aus regionalen Gewässern ab, nicht jedoch aus großen Flüssen wie Rhein und Maas.7 Als Reaktion auf die Überschwemmungen von 2021 wurden insgesamt rund 600 Millionen Euro von niederländischen Versicherern und der Regierung bereitgestellt.
Wiederaufbau und „Build Back Better“
Das Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge von 2015 hebt die Strategie „Build Back Better” (BBB) hervor, sprich Gebäude und Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen sowie eine Prüfung einer Umsiedlung aus Hochrisikogebieten. Theoretisch kann BBB das künftige Katastrophenrisiko verringern, doch die Umsetzung dieser Grundsätze in die Praxis bleibt eine Herausforderung. Viele beschädigte Strukturen werden in ihrer urspruenglichen Form wieder aufgebaut, ohne dass ihre Widerstandsfähigkeit wesentlich verbessert wird. Öffentliche Schutzprogramme können die Dringlichkeit für Haushalte verringern, proaktive Maßnahmen auf Gebäudeebene zu ergreifen. Im Gegensatz dazu wird die Versicherung als Ergänzung zur Anpassung auf Gebäudeebene betrachtet, was das Anpassungsverhalten nach Katastrophen fördert.6 Die Überschwemmungen von 2021 haben tatsächlich zu einer verstärkten Umsetzung von mehr Maßnahmen zum baulichen Nässeschutz geführt.6
Zusammenfassung
Obwohl jedes Hochwasserereignis einzigartige Merkmale aufweist, gibt es viele Herausforderungen beim Wiederaufbau, die alle Regionen gemeinsam haben. Die jüngsten Überschwemmungen in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Spanien unterstreichen die Bedeutung einer starken Koordination, einer widerstandsfähigen Infrastruktur und zugänglicher Finanzierungsmechanismen. Diese Erfahrungen liefern wertvolle Erkenntnisse für künftige Wiederaufbaumaßnahmen in ganz Europa. Indem sie aus den Ereignissen der Vergangenheit lernen, können die Behörden die Vorsorge stärken, den Wiederaufbau beschleunigen und gewährleisten, dass der Wiederaufbau zu einer sichereren und widerstandsfähigeren Zukunft beiträgt.
Ferdinand Diermanse
Experte für Hochwasserrisiken, Deltares

Ferdinand Diermanse ist leitender Forscher/Berater mit einem M. Sc. in angewandter Mathematik und einem Ph. D. in Hydrologie, beide von der Technischen Universität Delft. Er ist Experte auf dem Gebiet der Hochwasserrisikobewertung, des Hochwasserrisikomanagements und der Klimaanpassung mit über 25 Jahren Berufserfahrung. Er hat Hochwasserrisikobewertungen für eine Vielzahl von Binnen- und Küstengewässersystemen in über 20 Ländern durchgeführt und zahlreiche Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

Rekonstruierte Brücke und Mauern innerhalb der Stadt
Bad Münstereifel, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
In the early recovery period, there is generally an urgent need to provide basic human needs to those who are most affected by the flood event. People need food, water, healthcare and (temporary) housing for those whose houses have been severely damaged or destroyed. The required resources generally come from a wide variety of organisations like NGO’s, governmental agencies and the general public. A centralized coordination to mobilize and distribute the resources efficiently is crucial.
In the early recovery period, there is generally an urgent need to provide basic human needs to those who are most affected by the flood event. People need food, water, healthcare and (temporary) housing for those whose houses have been severely damaged or destroyed. The required resources generally come from a wide variety of organisations like NGO’s, governmental agencies and the general public. A centralized coordination to mobilize and distribute the resources efficiently is crucial.
Response
Disaster relief
In the early recovery period, there is generally an urgent need to provide basic human needs to those who are most affected by the flood event. People need food, water, healthcare and (temporary) housing for those whose houses have been severely damaged or destroyed. The required resources generally come from a wide variety of organisations like NGO’s, governmental agencies and the general public. A centralized coordination to mobilize and distribute the resources efficiently is crucial.
Nach dem Hochwasser
Von der Soforthilfe zum langfristigen Wiederaufbau
Build Back Better (BBB)
Das Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge von 2015 betont die Strategie „Build Back Better“ (zu Deutsch etwa besser wiederaufbauen), sprich Gebäude und Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen und eine Verlagerung außerhalb von Hochrisikogebieten in Betracht zu ziehen. Die Umsetzung dieser Grundsätze in die Praxis bleibt jedoch eine Herausforderung. Oft werden beschädigte Strukturen ohne wesentliche Verbesserungen der Widerstandsfähigkeit wieder wie zuvor aufgebaut. Öffentliche Schutzprogramme können die Dringlichkeit für Haushalte verringern, proaktive Maßnahmen auf Gebäudeebene zu ergreifen. Hochwasserversicherungen können BBB sowohl unterstützen als auch behindern, je nachdem, wie das Versicherungssystem gestaltet ist. In einigen Fällen besteht das primäre Ziel darin, das Eigentum in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen; andere Policen beinhalten Anreize für Verbesserungen der Widerstandsfähigkeit.
Auswirkungen auf die Umwelt
Hochwasser in bebauten Gebieten kann eine Vielzahl von Schadstoffen, darunter Öl, Schwermetalle, Pestizide, Düngemittel, Abwässer und Industriechemikalien mit sich führen. Diese Schadstoffe gelangen in Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Grundwassersysteme und können zu langfristiger Verschmutzung führen. Darüber hinaus kann Hochwasser den Mutterboden abtragen, der die fruchtbarste Schicht für das Pflanzenwachstum darstellt. Dies verringert nicht nur die landwirtschaftliche Produktivität, sondern destabilisiert auch Flussufer und Landschaften. Bei Hochwasser transportierte Sedimente können sich an anderer Stelle ansammeln und Vegetation, Feuchtgebiete oder Lebensräume bedecken.
Häuser und öffentliche Infrastruktur
Der Wiederaufbau, der Ersatz oder die Verlegung beschädigter Häuser und öffentlicher Infrastruktur wie Brücken, Straßen und Eisenbahnen kann Jahre dauern. Bei durch Überschwemmungen beschädigten Straßen müssen möglicherweise der Unterbau erneuert, die Entwässerungssysteme verbessert und die umliegenden Hänge stabilisiert werden. Brückenreparaturen können besonders komplex sein, da sie möglicherweise eine strukturelle Verstärkung und die Behebung von Fundamentauswaschungen erfordern. Darüber hinaus kann die Überschwemmung den Anreiz geben, die Brücke komplett neu zu entwerfen, damit sie größeren Abflüssen standhalten kann. Beschädigte Häuser können unter Schimmelproblemen oder geschwächten Fundamenten und Wänden leiden, wobei Haushalten unter Umständen die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau oder die Reparatur fehlen.
Hochwasserrisikomanagement
Hochwasserschutzanlagen können während eines Hochwasserereignisses beschädigt werden, gleichzeitig kann ein solches Ereignis ein Anlass sein, den Hochwasserschutz zu verbessern. Dies kann beispielsweise durch die Verbesserung von Entwässerungssystemen, die Verstärkung und Erhöhung von Deichen, die Schaffung von Retentionsräumen oder durch Maßnahmen zur Schaffung von mehr „Raum für den Fluss“ erfolgen. Zusätzlich zu einem verbesserten Schutz können Maßnahmen ergriffen werden, um die Auswirkungen von Ereignissen zu verringern, die über das bestehende Schutzniveau hinausgehen. Dazu zählen etwa Einschränkungen für Bebauung in besonders gefährdeten Überschwemmungsgebieten, Anreize zum Bauen außerhalb solcher Gebiete (z. B. niedrigere Versicherungskosten), das Anheben und hochwassersichere Bauen von Häusern sowie Hochwasserwarnsysteme und Evakuierungspläne, mit besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen.
Katastrophenhilfe
In der frühen Phase des Wiederaufbaus besteht in der Regel die dringende Notwendigkeit, die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse derjenigen zu decken, die am stärksten von der Hochwasserkatastrophe betroffen sind. Die Menschen benötigen Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung und, falls Häuser schwer beschädigt oder zerstört wurden, (vorübergehende) Unterkünfte. Die erforderlichen Ressourcen stammen in der Regel von einer Vielzahl von Organisationen wie NROs, Regierungsbehörden und der Öffentlichkeit. Eine zentralisierte Koordination zur effizienten Mobilisierung und Verteilung der Ressourcen ist von entscheidender Bedeutung.
Kritische Infrastruktur
Schwere Überschwemmungen koennen mehrere kritische Infrastrukturen gleichzeitig beeinträchtigen. Stromversorgungssysteme können beschädigt werden, die auch für das Funktionieren anderer kritischer Infrastrukturen unerlässlich sind. Trinkwassersysteme können aufgrund von Stromausfällen, Verunreinigungen oder beschädigten Rohrleitungen stark beeinträchtigt werden. Der Ausfall von Abwasser- und Abwassersystemen kann die öffentliche Gesundheit erheblich gefährdet werden, und Störungen der Telekommunikationsinfrastruktur können zu weiteren Kettenreaktionen im Zusammenhang mit Hochwasserereignissen führen. Eine schnelle Reparatur und/oder vorübergehende Instandsetzung dieser kritischen Infrastrukturen ist essenziell.
Gesundheitsversorgung
Der Bedarf an Gesundheitsversorgung steigt während und nach einem Hochwasserereignis erheblich, da die von der Flut betroffenen Menschen möglicherweise schwer verletzt sind. Dies wird die verfügbaren Kapazitäten der Gesundheitseinrichtungen und des Gesundheitspersonals belasten. Erschwerend kommt hinzu, dass Gesundheitseinrichtungen ebenfalls von der Überschwemmung betroffen und/oder aufgrund überfluteter und beschädigter Straßen schwer erreichbar sein können. Zusätzlich zu körperlichen Verletzungen ist zu erwarten, dass der durch die Überschwemmung verursachte Stress auch zu einer Zunahme psychischer Probleme führt.
Finanzierung
Die Finanzierung des Wiederaufbaus stützt sich auf eine Kombination aus Spenden, Versicherungen, Katastrophenfonds und öffentlichen Darlehen. Es ist essenziell, dass die Ressourcen alle betroffenen Gruppen schnell und effizient erreichen. Finanzmittel werden für verschiedene Zwecke benötigt, z. B. für Lebensmittel, Notunterkünfte, Reparaturen kritischer Infrastruktur, Unterstützung für Industriezweige, Landwirte und Unternehmen, deren Betrieb unterbrochen ist. Es ist eine Herausforderung, die Mittel ohne übermäßigen Verwaltungsaufwand zu verteilen und gleichzeitig die Begünstigten und ihre Bedürfnisse klar zu identifizieren.
Koordination auf mehreren Verwaltungsebenen
Eine der zentralen, wiederkehrenden Herausforderungen beim Wiederaufbau besteht darin, dass viele unterschiedliche Akteure beteiligt sind: Kommunen, Provinzbehörden, Wasserverbände, nationale Ministerien sowie zivilgesellschaftliche Organisationen. Diese Akteure aufeinander abgestimmt zu halten, erfordert kontinuierliche Koordination, Transparenz und Geduld. Eine klare Kommunikation ist entscheidend, da in oder nach Notfallsituationen Zuständigkeiten manchmal unklar sein können. Die schnelle Einrichtung einer institutionellen Leitungsstruktur oder einer führenden Kommission, die die Richtung vorgibt und Maßnahmen koordiniert, ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor.
References
1. CSR, 2022: 1 an après les inondations Bilan de la gestion post inondations et continuité de la reconstruction. Report de Commissariat Spécial à la Reconstruction, Wallonie.
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4. Schaum, S., Stenger-Wolf, S., Schüttrumpf, H. and Jüpner, R., 2025. An Overview of Long-Term Temporaries After Flood Disasters. Journal of Flood Risk Management, 18 (3), 2025. https://doi.org/10.1111/jfr3.70109.
5. Lietaer, S., Nagabhatla, N., Scheerens, C., Mycroft, M. and De Lombaerde, P., 2024. Blind Spots in Belgian Flood Risk Governance: The Case of the Summer 2021 Floods in Wallonia. United Nations University Institute on Comparative Regional Integration Studies. Research report No. 2, 2024.
6. Endendijk, T., Rodriguez Castro, D., Dillenardt, L. Kumar Guntu, R., Botzen, W., De Moel, H., Thieken, A., Kreibich, H. Dewals, B. and Aerts, J., 2025. Flood experience and access to insurance contribute to differences in homeowners’ post-disaster adaptation in a cross-border region of Western Europe. Nature Communications Earth & Environment | (2025) 6:426.
7. Endendijk, T., Botzen, W., De Moel, H., Aerts, J., Duijndam, S., Slager, K., Kolen, B. and Kok, M., 2023. Experience From the 2021 Floods in the Netherlands: Household Survey Results on Impacts and Responses. Journal of Coastal And Riverine Flood Risk, Vol. 2, 2023, 9.